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Ulan Bator boooomt. In unserer Welt ist ja ständig alles im Wandel, die Medienindustrie, das Klima, ... Doch noch nie hat der Ausdruck "Eine Stadt im Wandel" für uns so zugetroffen, wie bei Ulan-Bator - von den Einheimischen und ab sofort auch von uns liebevoll UB genannt. Nicht nur gefühlt ist die Hälfte der Stadtfläche Baustelle. Vor rund 15 Jahren noch haben die Mongolen zum großen Teil in traditionellen Zelten, den sog. Gers gewohnt. Doch nun zieht es die Bevölkerung in die Stadt, denn hier gibt es Arbeit und mehr Komfort. Wobei sich auch das Leben auf dem Land stark verbessert, aber dazu später.

Die Einwohnerzahl von UB hat innerhalb kürzester Zeit die magische Ein-Millionen-Marke geknackt. Klar, dass da gebaut wird. Irgendwo müssen die Menschen ja wohnen. An allen Ecken werden komplett neue Stadtviertel hochgezogen. Es entstehen Bürohochhäuser, Wohnhäuser und Fabriken. Die Gers sind immer noch vorhanden, was dieses eigentümliche Stadtbild eines Miteinanders von Tradition und Moderne prägt. Meist wohnen darin aber nur noch die Hausmeister und billigen Arbeiter zur Bewachung der modernen Bauten. Auf den Hügeln um die Stadt lebt die ärmere Bevölkerung in einfachen Hütten.

Die Infrastruktur ist angesichts der Menschenmassen schlicht überfordert. Die Straßen sind voller Menschen und Autos. Und zwar gleichzeitig. Auf einer Fahrt standen wir eineinhalb Stunden im Stau. Teilweise stehen an Kreuzungen die Autos in alle Himmelsrichtungen und keiner kommt mehr voran. Oft wird dann der Verkehr durch Verkehrspolizisten geregelt, damit es wenigstens irgendwie weitergeht, wenn auch langsam.

Eigentlich hat die Mongolei kein Platz-Problem. Das Land ist knapp fünf mal so groß wie Deutschland. Doch von den drei Millionen Mongolen wohnt nun knapp ein Drittel in der Großstadt UB. Es sei auch noch erwähnt, dass es in der Mongolei haargenau die gleichen Klamotten zu kaufen gibt, wie bei uns. Esprit, Comma, S.Oliver lassen grüßen. Und zwar zum gleichen Preis, natürlich umgerechnet in mongolische Tugrik. Klar, dass da die Einnahmen aus der Schaf- und Ziegenhaltung knapp werden.

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