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Sie redet und redet und redet. Eine Stunde lang ununterbrochen. Ohne Punkt und Komma. Chinesisch. Es klingt wie auswendig gelernt. Rezitiert sie die chinesische Geschichte, den Tagesablauf oder Maos Manifest. Wir wissen es nicht. Wir werden es nie wissen. Den letzten und heißesten Tag unserer Reise widmen wir den Ming-Gräbern und der chinesischen Mauer. Um dorthin zu kommen, haben wir uns einer chinesischen Reisegruppe angeschlossen. Die mitteilungsbedürftige Frau ist die Reiseleiterin. Sie hat die Leute im Griff. Wir bekommen immer kurze extra Anweisungen auf englisch, dass wir auch bloß nicht die Abfahrtszeiten verpassen. Die Gruppe ist sehr diszipliniert. Die Sitzplätze im Bus werden automatisch von vorne her gefüllt. Kein Platz bleibt leer. Alle sind bei jedem Stopp überpünktlich zurück. Wir können immer früher abfahren als geplant. In jede Schlange reihen sich alle geduldig ein, ohne sich über Sinn und Grund Gedanken zu machen, zumindest lassen sie sich nichts anmerken. Das haben wir schon die letzten Tage beobachtet. Wenn von zwei Türen nur eine geöffnet ist, stellen sich alle brav an und drängen sich durch die schmale Öffnung, keiner versucht einen anderen Weg.

Zurück zum Ausflug. Die Ming-Gräber haben bei uns weniger Eindruck hinterlassen, die Mauer schon. Sie schlängelt sich steil über die Bergrücken, bietet einen pittoresken Anblick. Auch wir waren damit bei der meistbesuchten Sehenswürdigkeit der Erde. Sie war definitiv ein würdiger Abschluss dieser Reise.

Kommentare  

#2 Carina 2014-09-17 06:33
Da kann ich Nadja nur zustimmen! Waren tolle Reiseberichte! Gute Heimreise und bis bald.
#1 Nadja 2014-09-15 23:30
Schade, dass euer Urlaub schon vorbei ist, es war so nett hier zu lesen. Gute Heimreise!

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