• IMG_0144.JPG
  • IMG_0145.JPG
  • IMG_0148.JPG
  • IMG_0153.JPG
  • IMG_0154.JPG

Moskau Yaroslavskij Station - hier fing die Reise auf der echten transsibirischen Strecke an. Unsere erste Tour führt uns gleich von Europa über den Ural nach Asien. Beim Einstieg kontrolliertere die Schaffnerin Tickets und Pässe und wies uns unsere Betten zu. Das erste Mal hatten wir Mitfahrer: eine russische Tatjana Anfang 40 und einen sehr schweigsamen Herrn mit getönten Brillengläsern und - sorry dafür- Käsefüßen. Tatjana hat sich erstmal über alles aufgeregt und sich bei der Schaffnerin über die mangelnde Sauberkeit beschwert. Kurze Zeit später kam sie mit einem feuchten Lappen und hat Tisch und Fenster abgewischt. Dabei hat sie die ganze Zeit irgendetwas vor sich hingebrabbelt, wir haben es aber leider nicht verstanden.

Überhaupt ist das mit der Verständigung so eine Sache. Als die Schaffnerin uns etwas fragte, konnten wir sie nur fragend anlächeln. Da hat sie aus dem Nachbarabteil einen jungen Mann geholt, der übersetzen sollte. Ab da fing der Spaß an. Es stellte sie heraus, dass neben uns eine russische Studentengruppe aus Omsk "wohnte". Für die waren wir tatsächlich eine Attraktion. Plötzlich war unser Abteil belagert. Einer von den Studis konnte zumindest ein bisschen Englisch. So haben wir erfahren, dass die Truppe 8 Wochen im hohen Norden Russlands auf einer Öl- und Gasplattform von Gazprom gearbeitet und Geld verdient hat. Dann haben sie uns zu sich eingeladen und uns mit Gitarrenbegleitung russische Lieder vorgesungen. Wie man es sich vorstellt!

Interessanterweise haben sie uns zu Deutschland gefragt, warum es in unserem Land überall so sauber sei? Und das, nachdem wir hier vor ein paar Tagen gepostet hatten, dass in Moskau alles so herausgeputzt ist. Sie studieren etwas ähnliches wie Maschinenbau und wollen später Mal in der Automobilbranche arbeiten. Logisch, dass sie von deutschen Autos schwärmten. Zum Schluss mussten wir noch ein Autogramm auf der Innenseite ihrer Studentenuniform hinterlassen. Als Erinnerung hat Robert nun sogar ein Original Omski Studenski Shirt! 

Die Querung des Ural ist ganz unspektakulär verlaufen. Die Zugfahrt geht nur durch hügeliges Land, von Gebirge ist keine Spur. Eher durch Zufall haben wir daran gedacht, dass kurz vor unserem Ausstieg die Grenze zwischen Europa und Asien liegt und haben dann tatsächlich den Obelisken mit der Kamera eingefangen. Sonst hat sich aber niemand dafür interessiert.

Auf den Bildern ist unser Zug am Abfahrtsbahnhof, die Studentengruppe, stilechte Teegläser, der Samowar - eine Art Wasserkocher, der Grenzstein am Ural - leider etwas verwackelt, 

Kommentare  

#2 Britta 2014-08-29 16:10
sehr sehr cooler bericht! hört sich sehr urig an!
#1 Maria 2014-08-27 20:49
Wir sind ganz begeistert von Euren Berichten,Weiter gute Reise

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren