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Der Baikalsee, der älteste Süßwassersee der Erde (über 25 Mio Jahre), der tiefste Süßwassersee der Erde (1642 m), das größte Süßwasserreservoir der Erde, die Hälfte des Jahres (von Januar bis Ende Mai ) zugefroren. Auch für uns war der Baikalsee von Anfang an ein Highlight unserer Reise. Die Superlative des Sees kann man jedoch nicht erleben. Das Alter, die Tiefe, die Menge an Süßwasser, die vielen Tiere im See, welche nur hier am Baikalsee vorkommen - all das sieht man nicht. Da der See nicht sehr breit ist und man ihn der Länge nach nicht überblicken kann, wirkt der See auch nicht besonders groß. Die Bootsfahrt auf dem See war auch aufgrund unseres englischsprachigen Guides sehr witzig, aber landschaftlich eher weniger spektakulär. Viel Wasser und Bäume am Ufer. Daher war der Aufenthalt für uns emotional kein wirkliches Highlight.

Erst durch den Besuch des Baikalmuseums konnten wir die Superlative erfahren und zumindest etwas erleben. Es ist zwar fast alles nur auf russisch beschrieben, doch durch diverse Aquarien mit vielen Fischen und der Baikalrobbe, einen simulierten U-Boot-Tauchgang bis an den Grund des Sees und das Mikroskopieren von Kleinstlebewesen haben wir interessante Eindrücke gewonnen.

Für Überraschung hat auch der in Reiseführern vielfach angepriesene Ort Listwjanka gesorgt. Er hat zwar nur 1500 Einwohner, gilt aber als touristisch am besten erschlossen. Aus unserer Sicht können wir jedoch sagen: Der Tourismus am See ist erst am entstehen. Es fehlt noch das Leben. Es gibt zwar bereits einige Übernachtungsmöglichkeiten, doch vielen Touristen sind wir nicht begegnet. Es fehlen ausgeschilderte Wege, größere Ausflüge wurden mangels Teilnehmer abgesagt und in den Cafés und Restaurants war nichts los. Daher trifft man witzigerweise auch immer wieder die gleichen Leute. Ein spanisches Paar hatte dasselbe Stammcafé wie wir, ein englisches Pärchen trafen wir bei der Bootsfahrt und auf der Suche nach einem schönen Blick über den See und auch den Holländerinnen aus unserem Zug sind wir wieder begegnet.

Auch wenn ganz Russland vom Baikal spricht, ist der See also noch ziemlich unberührt und wenig bevölkert. Die Sonnenuntergänge sind aber definitiv sehenswert.

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